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Davide in Kenia - Oktober 2008





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Problematik des Landes

Kenia ist zwischen den fruchtbaren Hochebenen im Süden und Westen und den tiefer gelegenen Trockenebenen und Wüsten geteilt. Nur knapp 10 Prozent des Landes wurde bisher urbar gemacht. Die 32 Millionen Einwohner sind in 122 Völker und Sprachen aufgeteilt.

Das Land ist seit 1963 unabhängig und als Präsidialrepublik verfasst. Ab 1969 gab es de facto nur noch eine Einparteienherrschaft, weil der damalige Präsident Jomo Kenyatta, der das Land auch in die Unabhängigkeit führte, die einzige Oppositionspartei verbot. Ab 1978 regierte Daniel arap Moi, der das Land fast diktatorisch beherrschte. Als 1990 der damalige Außenminister Ouko unter Beteiligung von Moi-Vertrauten ermordet worden war, gab es schließlich finanzielle Sanktionen aus dem Ausland.

 

In der Wahl von 1992 errang zwar die wieder zugelassene Opposition 46 Prozent der Stimmen, aber immer noch regierte arap Moi, der sogar 1997 unter chaotischen Zuständen zum Präsidenten wiedergewählt wurde und 1998 zeitweilig wegen oppositioneller Proteste die Arbeit des Parlaments für „unbestimmte Zeit“ unterbrechen ließ. 2002 kam die Opposition an die Macht und mit ihr der Präsident Mwai Kibaki. Bis dahin litt Kenia unter einer epidemieartigen Korruption. Dadurch ist die Entwicklung des Landes trotz einer für Afrika ungewöhnlichen politisch recht ruhigen Lage zu einem Stillstand gekommen. Darunter leiden vor allem die ländlichen Regionen und Stämme in den regenlosen Gebieten.

 

Teile des Landes, vor allem der Norden und Nordwesten, sind immer häufiger von Dürreperioden betroffen. Dort leben viele Viehzüchter und Kleinbauern. In den am schlimmsten betroffenen Gebieten sind Schätzungen zufolge etwa 70 Prozent des Viehs verendet und 60 Prozent der Bevölkerung von Nahrungsmittelhilfen abhängig. Die kenianische Regierung ist nicht in der Lage, diese Krise allein zu bewältigen und arbeitet mit dem Welternährungsprogramm (WEP), der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und internationalen Gebern zusammen.

 

Deswegen liegt der Schwerpunkt der Arbeit von Hilfe Weltweit  unter Leitung unserer keniaschen Projektleiter in der Bildung von Waisenhäusern, Schulen und der örtlichen Wasserversorgung. Denn die Kinder brauchen ein zu Hause und auch eine Ausbildung um überhaupt eine Zukunft zu haben, doch auch ohne Wasser kann man keine Nahrung produzieren, keine Hygiene praktizieren und keine Kinder ernähren. Unsere qualifizierten kenianischen Projektleiter engagieren sich in diesen Bereichen – mit der Unterstützung von Hilfe Weltweit.

 

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