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Bericht des Projektleiters

Es war Samstagabend, 10. Februar, 2007, als Dave (Projektleiter Mosambik) einen Anruf erhielt. Ungewöhnlich, da der Abend bereits fortgeschritten war und ein hoffentlich ruhiges Wochenende vor der Tür stand.

Am anderen Ende des Telefonhörers war Fernando, zuständig für das „Caia“ Gebiet in Mosambik. Seine Stimme klang ruhig und doch gab sie in ihrer Ruhe wieder, was ihn erwarten sollte: „Wir sitzen auf den Dächern unserer Hütten – und das Wasser steigt jede Stunde, höher und höher. An manchen tiefer gelegnen Plätzen des Dorfes hat das Wasser bereits eine Höhe von drei Metern erreicht. Bitte betet mit uns, daß wir diese Nacht überleben.“

 

Er überlebte diese Nacht. Gott sei Dank.

 

Was war geschehen? Am Anfang des Jahres waren Teile von Südafrika zeitweise immer wieder von fortwährend starkem Regen betroffen. Seit dem 4. Februar war der Wasserpegel des „Zambezi“-Flusses in Mosambik im roten Bereich. Am Freitag, den 9. Februar, war der Damm „Cahora Bassa“ bis zum Anschlag gefüllt und alle Tore mussten geöffnet werden, um einen totalen Zusammenbruches des Dammes zu vermeiden. Von da an wurde jede Sekunde 8.400 m³ in das niedriger gelegene „Zambezi“ freigegeben, während gleichzeitig 10.000 m³ Wasser hinzu strömte. Eine ständig zunehmende Bedrohung und Verschlechterung der Situation zeichnete sich von Minute zu Minute ab. Am 11. Februar erreichte der Wasserpegel einen Stand, der nur gerade mal 35 cm oder 13 cm unter dem Pegel der großen Flut im Jahr 2000 lag.

 

Berichten von verschiedenen Organisationen, Nachrichten-Agenturen und der UN zufolge, sind schätzungsweise 300.000 bis 500.000 Menschen von dieser Flut betroffen. Sie wurden von ihr vertrieben, alles was sie besaßen, ist verloren, außer den zerlumpten Kleidern auf ihrem Leib…

 

Mindestens 250.000 Menschen brauchen sofortige Hilfe. Sie brauchen Nahrung, Proviant – und der Dienst „Erbarmen des Nazarenas“ ist bereit zu helfen. Wir möchten mindestens 2.000 Familien mit dem Nötigsten versorgen. Sie brauchen Nahrung und grundsätzliche Hilfe, wie Medizin usw.

 

Überall sieht man Not – wohin man schaut. Aber schlussendlich geht es nicht um große Zahlen oder Strategie. Hinter all diesen Nummern steht eine Familie – und innerhalb dieser Familie ca. 7 Menschen, die durch ernsthaftes Leid gehen, die nicht wissen oder verstehen, was um sie herum geschieht, für wen sich die Erde öffnet. Väter, die ihre Werkzeuge für die tägliche Versorgung verloren haben. Mütter, die nicht wissen, wie sie die eine Mahlzeit für ihre Familie zubereiten sollen und Kinder, deren Lieblingsspielsachen einfach weggeschwemmt wurden... weg... verloren... für immer...

 

Wir… Sie und wir… zusammen… können einen Unterschied machen, den Schmerz des Verlustes lindern und praktische Hilfe in Form von Nahrung und Hilfsgütern bringen – und zeigen, dass diese individuellen Menschen noch immer eines besitzen: Würde – und das selbst der kleinste Funke Hoffnung, Hoffnungslosigkeit zunichte macht – und die Nächstenliebe eine praktische Realität in der dunkelsten Stunde dieser wunderbaren Menschen ist.



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