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28.05.2009: Wellen der Verweiflung ...


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Wasser-Projekt

Etwa 1,2 Milliarden Menschen weltweit haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. (lt. UNO) was zur Folge hat, dass jährlich mehrere Millionen Menschen sterben.

 

Hilfe Weltweit unterstützt darum in Kenia verschiedene Projekte, um Schulen, Kinderheime und andere Einrichtungen, in denen Kinder gesammelt leben, mit frischem Trinkwasser zu versorgen. Daneben hilft Hilfe Weltweit auch, damit Dörfer oder Siedlungen eine öffentliche Wasserversorgung erhalten. Je nach Situation finanziert Hilfe Weltweit von der Bohrung von Brunnen bis hin zur Verlegung von Rohrsystemen für die Versorgung einzelner Haushalte alles, was für eine Wasserversorgung dazugehört.

 

Der Aufbau und die Wartung der Wassersysteme erfordern ausgebildetes einheimisches Personal, deren Gehälter von Hilfe Weltweit zum Teil finanziell unterstützt werden. Doch hier liegt das Hauptproblem: Wenn die Brunnen, Wassertanks usw. von der einheimischen Bevölkerung nur als Geschenk aus dem Westen gesehen werden, fühlt sich niemand verantwortlich und die Anlagen verfallen schnell wieder. Die Bevölkerung muss das Wasserprojekt annehmen, es als ihr eigenes Projekt sehen und selbst etwas dafür leisten, damit es weiterhin gut behandelt und erhalten wird. Deswegen führen wir keine Projekte durch, wenn die Bewohner eines Dorfes keine Eigenleistung erbringen.

 

Beim Aufbau der öffentlichen Wasserversorgungssysteme wird von den Nutznießern erwartet, dass sie einen (aus unserer Sicht kleinen, aus ihrer Sicht aber großen) Anteil zu den Bauarbeiten, Materialien und auch zu den Finanzen beitragen. Dies ist notwendig, denn nur so bekommen diejenigen, die von der Wasserversorgung profitieren, auch einen Bezug dazu, welchen Wert solche Anlagen haben.

 

Unsere Mitarbeiter von Lebendiges Wasser Kenia unter Leitung von David Maina sprechen zunächst mit den Betroffenen. Erst wenn sie das Projekt auch angenommen haben, werden konkrete Pläne gemacht. Durch die enge Zusammenarbeit erfahren wir auch, wo die Nöte am größten sind. Hilfe Weltweit unterstützt dann erst diese teuren technischen Bestandteile, aber jeder Beteiligte zahlt einen kleinen Beitrag, und jede Familie beteiligt sich am Bau, z. B. wenn es gilt, Backsteinmauern zu errichten. So gelingen die Projekte in guter Zusammenarbeit zwischen Hilfe Weltweit  und der lokalen Bevölkerung.

 

Durch diese intensive Vorbereitung und Begleitung der Projekte durch kenianische Mitarbeiter und die Einbeziehung der Betroffenen haben wir erreicht, dass unsere Wasserversorgungssysteme auch nach Jahren noch in Betrieb sind – in Afrika keine Selbstverständlichkeit.



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