



Nukuru, Kenya, liegt ungefähr eine dreistündige Autofahrt außerhalb von Nairobi. Diese Fahrt ist sehr unangenehm, weil die Straßen als auch die Fahrer so aussehen, als währen sie erst kürzlich zerbombt worden.
Für eine allein erziehende Mutter ist das Leben hier oft ein sehr langer Alptraum. Wenn ihr Ehemann sich von ihr scheiden lässt oder er stirbt, lebt sie sehr oft als Außenseiter, wenn nicht sogar ganz außerhalb des Dorfes. Es ist wird ihr nahezu unmöglich gemacht, einer Arbeit nachzugehen um ihre Kinder zu versorgen und zu unterstützen. Selbst wenn sie eine Arbeit bekommen könnten, haben die jungen Frauen leider nur selten die notwendige Ausbildung oder die Qualifikation um eine Tätigkeit auszuüben, durch die sie genügend verdienen würden um zu überleben. Die Folge davon ist, dass den Kindern „erlaubt“ wird, herumzustreifen, mit dem Bewusstsein der Gefahr, dass sie sich verlaufen oder verloren gehen und verhungern.
Was geschieht, wenn die junge Mutter nochmals heiratet? Es ist üblich, dass der neue Ehemann dann die Kinder aus dem Haus wirft, weil es nicht seine Kinder sind. Nun, es gibt hier eine Ausnahme: manchmal erlaubt der neue Ehemann den jungen Töchtern, dass sie bleiben dürfen… wenn er sie attraktiv findet.
Wie in Afrika allgemein üblich, so werden auch die Kinder in Kenya oft als Gebrauchsgegenstand behandelt. Wenn sie eine „Einnahmequelle“ sind, erhalten sie von ihren Eltern Nahrung und Unterkunft. Wenn nicht, werden sie auf die Straße gesetzt. Weil die ganz Kleinen keinerlei Möglichkeit haben materiellen Zuwachs für die Familie zu bieten, sind diese am meisten gefährdet.
Obdachlose Kinder gibt es überall. Sie leben aus dem Müll oder stehlen, oder sie verkaufen ihre kleinen Körper an den Höchstbietenden.
Hier beginnt die Arbeit von David Maina. David wurde hier in Nakuru geboren und ist hier auch aufgewachsen. In seinem Herzen hat er ein besonderes Verlangen diesen Kindern zu helfen. Er hat eine einfache Methode um die Kinder zu erreichen, die am meisten gefährdet sind.
Es gibt ein „Samariter Stärkungszentrum“ durch das er jedem Kind Hilfe anbieten kann, dass wirklich Hilfe will. Solche Kinder bekommen hier eine Mahlzeit, die Erzählungen ihres kleinen Lebens werden angehört und wenn es irgendeine Möglichkeit gibt, dann wird David sie wieder mit ihren Familien zusammenbringen und versöhnen.
Manche dieser Kinder kommen dann weiter zu dem „Samariter Vermittlungszentrum“. Hier werden die Kinder ernährt, erhalten verschiedene Impfungen sowie einen Platz zum Schlafen und können auf einen Platz in einem der Waisenhäuser warten.
Dann hat David Maina das „Samariter Zentrum für Jungs“ und das „Samariter Zentrum für Mädchen“. Die Kinder hier werden beherbergt, ernährt sowie qualifiziert ausgebildet um sich später dadurch selbst versorgen zu können. Sie erhalten Ausbildungen zum Schneider, Zimmermann, Maurer, Schweißer und auch für die Landwirtschaft um selbst versorgen zu können.
Jeder der sich dieses Projekt betrachtet und sich selbst vor Augen hält, dass diese Mädchen und Jungen erst kürzlich noch auf den schmutzigen Straßen von Nakuru herumirrten, heimatlos, hungrig und einsam, wird überwältigt davon wie gut sie sich wieder angepasst haben und wie glücklich sie jetzt sind. 
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