



Sambia hat mit der Hypothek eines sozialistischen Systems mit Einparteienherrschaft und so gut wie keiner wirtschaftlichen Freiheit bis zum Jahr 1991 zu kämpfen. 1964 wurde das Land von Großbritannien unabhängig und orientierte sich sofort unter dem damaligen Präsidenten Kaunda, der bis 1991 regierte, an der Sowjetunion und am Ostblock. Dies führte im Lauf der Zeit zu einer immer stärker wachsenden Korruption, und nach dem Ende des Kalten Krieges brach die Wirtschaft Sambias zusammen.
Das bot die Chance zu einem Wechsel zur Mehrparteiendemokratie und freien Wahlen. Der nun gewählte Präsident Chiluba begann, wirtschaftliche Freiheiten zu gewähren. Die Regierung Chilubas hat allerdings dann nur wenige Reformen eingeleitet und die Korruption unangetastet gelassen. Die AIDS-Katastrophe hat die Bevölkerung dezimiert und das Gesundheitssystem zusammenbrechen lassen. Kupferbergbau und -aufbereitung war lange die Hauptquelle für Devisen. Der Wohlstand nach der Unabhängigkeit wurde durch massiven Sozialis- mus, Vernachlässigung der Landwirtschaft und verbreitete Korruption verspielt. Der Zusammen- bruch des Weltmarktpreises für Kupfer, Instabilität und Kriege und Unruhen in den Nachbarländern waren eine weitere Ursache dafür, dass das Land praktisch bankrott ging.
Seit 2001 regiert Präsident Levy Mwanawasa, der bald mit einer Antikorruptionskampagne begann, was schließlich zur Verurteilung des vorherigen Präsidenten Chiluba und vieler seiner Unterstützer führte. Es findet eine sehr langsame wirtschaftliche Erholung statt, aber immer noch gibt es vor allem Probleme mit der Steuerdisziplin. Seit 1996 herrscht Religionsfreiheit.
Ein großes Problem ist die wachsende Zahl von Aids-Infektionen und damit auch eine sehr hohe Sterblichkeit durch diese Krankheit. Dies hat zur Folge, dass es sehr viele Waisenkinder gibt, deren Eltern an Aids gestorben sind. Leider werden auch sehr viele Babys einfach ausgesetzt.
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